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Akzentbeleuchtung mit LED Spots

LED Spots sind ein häufig verwendeter Leuchtentyp in der Lichtgestaltung. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • LED-Spots sind sparsam und effizient
  • kompakte Bauform
  • flexibel einsetzbar, da dreh- und schwenkbar
  • gerichtetes Licht, da, wo es gebraucht wird
LED Spot SORAA MR16

Allgemeine Tips

Alle LED Spots erzeugen ein direktes, hartes Licht mit sehr deutlicher Schattenbildung. Daher gilt: LED Spots nicht für eine Grundausleuchtung verwenden!

Das direkte, harte Licht der Spots kann sehr störend für Personen sein. Neben der Blendwirkung ist es vor allem die sehr unvorteilhafte Schattenbildung beim Einsatz von Spots. Da sie direkt von oben leuchten, entstehen lange, tiefe Schatten in jedem Gesicht. Tiefe Nasenschatten, dunkle Augenhöhlen und „Doppelkinn-Effekt“ auf dem Hals. Unter diesem Licht möchte sich niemand länger als nötig aufhalten.

Schlechte Hauptbeleuchtung mit Spots

LED Spots sind aber sehr gut geeignet, wenn es um das Hervorheben und Akzentuieren von Wänden, Bildern, Kunstgegenständen usw. geht. Moderne Spot-Gehäuse sind flexibel dreh- und schwenkbar, so dass Sie das Licht dort hinlenken können, wo es den besten Effekt erzielt.

Sehr häufig werden Spots daher in Lichtvouten mit eingebaut. Die Voute trägt dabei oben die indirekte Beleuchtung und nach unten die LED Spots. Von dieser Position aus können Sie sehr effektvoll die Wand akzentuieren und zu einer exklusiven, hochwertigen Lichtstimmung beitragen.  Einzelne Spots können auf Bilder oder andere Objekte gedreht werden und diese gekonnt in Szene setzen. Unser Spot Simulator erlaubt es, verschiedenste Einstellungen zu testen.

Eine Grundregel der Lichtgestaltung ist also:

  • Grundbeleuchtung durch eine weiche, blendfreie indirekte Beleuchtung
  • Akzente und Effekte nach Bedarf durch LED Spots

LED Spot Simulator

Wählen Sie Abstand zur Wand, Spot-Abstrahlwinkel und den Neigungswinkel zur Wand. Der Simulator zeigt Ihnen sofort das Ergebnis Ihrer Auswahl.

Hinweise: Die Spot sind in 1m Abstand zueinander. Im Raum ist zusätzliche eine indirekte Beleuchtung simuliert, die für die Grundhelligkeit sorgt.

Auswahl von LED Spots

Neben dem Abstrahlwinkel gibt es natürlich noch ein paar weitere Punkte, die bei der Auswahl von LED Spots betrachtet werden sollten;

  • Leistung & Lichtstärke
  • Bauform
  • Steueroptionen
  • ggf . Zubehör
LED Spots Auswahl

Leistung & Lichtstärke

LED Spots gibt es in sehr unterschiedlichen Leistungsklassen. Von kleinen Möbeleinbauspots im Bereich 1 – 3 Watt bis zu Hochleistungsspots mit 20 Watt und mehr. Um hier die richtige Wahl zu treffen, sollte ein Blick auf die Lichtstärke der Spots geworfen werden. Die Lichtstärke entscheidend für unsere Lichtgestaltung! Nicht die Leistungsaufnahme in Watt. Bei guten Spots werden Sie schnell Angaben zur Lichtstärke finden. Hier das Beispiel von 3 unterschiedlichen SORAA-Spots:

Spot Streuwinkel Übersicht

Was sagen uns diese Angaben? Der Wert Lux gibt das Licht an, dass der Spot in einer gegebenen Entfernung noch erzeugt. Z.B. auf einer Wand. Je breiter ein Spot das Licht abstrahlt, desto geringer ist natürlich seine Lichtstärke. Das Licht muss sich ja bei breiter Abstrahlung auf eine viel größere Fläche verteilen. Eng bündelnde Spots, wie hier 10° haben die größten Lichtstärken, aber natürlich nur in einem eng begrenzten Bereich Oben (Im Bild ist der Durchmesser des Lichtkreisen in Meter angegeben).

Der Lux-Wert nimmt mit der Entfernung zudem sehr schnell ab. Eine Entfernungsverdopplung ergibt nur noch ein Viertel der Helligkeit (sogenannter „Photometrischer Entfernungssatz“)!

Welche Lichtstärke benötigen Sie nun? Damit ein Lichtakzent oder -effekt deutlich wahrnehmbar ist, sollte er etwa 10 mal so hell sein, wie die Grundbeleuchtung. Angenommen, Sie haben durch indirekte Beleuchtung eine schöne weiche Grundbeleuchtung mit 150 Lux im Raum erzeugt. Ein Spot soll nun ein Kunstobjekt deutlich hervorheben. Abstand vom Spot bis zum Kunstobjekt ist 2m. Dann benötigen Sie hier  einen Spot, der in 2m noch 150 Lux * 10 = 1.500 Lux erzeugt. Der 10°-Spot aus obigem Beispiel wäre die richtige Wahl.

Die Spots im Beispiel haben übrigens eine Leistungsaufnahme von ca. 9 Watt. Man sieht also, dass mit günstigen 1-3 Watt Spots bei etwas Distanz schlicht keine nennenswerten Effekte erzeugt werden können. Daher werden diese auch Möbeleinbauspots genannt und nur dafür sollten sie verwendet werden.

Bauform

Die meisten Spots verwenden genormte Größen, damit diese in handelsübliche Spot-Gehäuse passen. Eine der häufigsten Größen für Spots ist „MR16„. Für MR16 gibt es sehr viele passende Gehäuse am Markt, in die die Spots gut reinpassen sollten.

MR16 Spot Gehäuse

MR16-Spots haben einen Durchmesser von 5cm und es ist die gängigste Bauform für Spots in normalen Räumen. Für große Räume (Foyers, große Geschäfte usw.) gibt es größere Spots, wie „AR111“ oder „PAR30“. Sehr kleine Spots für Möbeleinbau u.ä. gibt es in der Form „MR11“.

Gute Spotgehäuse sind gewöhnlich dreh- und schwenkbar, so dass Sie den Spot flexibel einstellen können. Das Gehäuse wird in einen Deckenausschnit (bei MR16  gewöhnlich 70mm Durchmesser) gesteckt. Danach wird der Spot ins Gehäuse gesetzt und von vorn – meist mit einem Klemmring – verriegelt. Sollte ein Wechsel notwendig werden, ist das problemlos möglich.

Steueroptionen

In der Regel sollen die Spots auch dimmbar ausgelegt sein. Da alle LED-Spots eine eigene eingebaute Elektronik haben, kann es zu Problemen beim Dimmen ebendieser kommen. Einige Spots sind komplett als „nicht dimmbar“ gelabelt und hier sollte man es dann auch gar nicht versuchen.

Aber auch als klar „dimmbar“ angegebene Spots können große Probleme bereiten. Über Flackern, Brummen, Aufblitzen oder einen generell viel zu kleinen Dimmbereich muss man hier leider auf alles gefasst sein.

Dabei hat natürlich auch das Dimm-Verfahren einen entscheidenden Einfluss. Sind die Spots für 230V Wechselspannung ausgelegt (sofort erkennbar an der breiteren GU10-Fassung am Spot), kommen hier sogenannte Phasenabschnitts- oder Phasenanschnittsdimmer zum Einsatz. Diese schneiden einen Teil der Sinusphase der Wechselspannung weg und können so z.B. alte Glühlichter stufenlos dimmen. Wie gut aber die LED-Spots darauf reagieren, steht auf einem anderen Blatt. Einige Hersteller scheinen es recht gut im Griff zu haben, andere nicht. Wie fast immer, ist das auch hier eine Frage des Preises.

MR16 GU10 LED Spot
MR16 Spot mit GU10 Sockel für 230V

Daneben gibt es noch Spots für Niederspannung – meist 12 Volt (erkennbar an den dünnen G5.3 Pins zur Stromversorgung). Diese können über andere Dimmverfahren geregelt werden, z.B. über die bei LEDs extrem weit verbreitete Pulsweitenmodulation (PWM). Nahezu alle LED-Controller am Markt nutzen die PWM-Dimmung und können dann für die Steuerung der Niedervolt LED Spots genutzt werden. Dadurch lassen sich die Spots auch gut in ein bestehendes Steuerkonzept integrieren, so dass z.B. indirekte Beleuchtung und Spots über nur eine Multizonen-Fernbedienung angesprochen werden. Auch mit PWM-Dimmung können die Spots diverser Hersteller aber Fehlverhalten beim Dimmen zeigen. Eine gutze Beratung VOR dem Kauf ist hier entscheidend!

MR16 GU5-3 Spot
MR16 Spot mit G5.3 Pins für 12V

Einige Multizonen-Funksteuerungen zur Steuerung mehrerer Lichtkreise:

So können Sie z.B. Spots und indirekte Beleuchtung separat steuern.

Mehrzonen LED Fernbedienung
LK55FB1 Handfernbedienung
LED Funktaster 2 Zonen
LK55K2w Wandtaster
LED Dimmer
LK55T2s Touchpanel

ZUBEHÖR FÜR LED SPOTS

Für sehr hochwertige LED-Spots, wie die SORAA-Linie gibt es als Zubehör noch spezielle Aufsätze, mit denen das Licht beeinflusst werden kann. Zum Sortiment gehören

  • Farbtemperaturscheiben, die die Lichtfarbe variieren können
  • drehbare Aufsätze, die den Lichtaustritt verschieben können
  • Richtgitter, um den Lichtaustritt scharf zu begrenzen
  • Linsen-Optiken in diversen Stufen, auch asymmetrisch

Besonders interessant sind hier die Linsenoptiken, die das Licht eines 10°-Spots sehr variabel verändern können. Nach Bedarf kann man so aus einem 10°-Spot einen 36°-Spot, einen mit 60° usw. machen. Es ist sogar möglich, das Licht asymmetrisch zu verteilen. D.h. in eine Richtung wird breit mit 60° gestreut, in der anderen bleibt es bei 10° eng gebündelt. Der Lichtkegel wird also stark oval. So kann z.B. ein längliches Bild oder Kunstobjekt sehr effektiv ausgeleuchtet werden.

Der Richtgitter-Aufsatz begrenzt den Lichtkegel sehr scharf und eliminiert jegliches Streulicht. Ein tolles Werkzeug, wenn eine ganz besonders klare Lichtführung gewünscht ist.

LED Spot Aufsätze
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