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LED Steuerung / Controller

 

Um die Helligkeit und / oder Farbe der indirekten Beleuchtung mit LED-Streifen regeln zu können, benötigen Sie sogenannte Controller. Diese kompakten Kästen werden immer zwischen Stromversorgung (über Netzteile) und LED-Streifen geschaltet. Sehr häufig kommen Sie in Kombination mit einer Fernbedienung, über die sich alles komfortabel regeln lässt. Natürlich gibt es auch LED-Controller für etablierte Heim-Automations-Systeme wie DALI, KNX, 1-10V oder EnOcean.

 

 

RGBW-LED-Controller

LED-Controller-Typen

LED-Controller bieten unterschiedlich viele Kanäle zur Steuerung der LED. Möchten Sie lediglich die Helligkeit einer einfachen, weißen LED-Installation regeln, genügt oft ein Controller mit nur einem Ausgang. Haben Sie unterschiedliche Farbtemperaturen (warmweiß / kaltweiß) verbaut, oder arbeiten Sie mit einer RGB- bzw. RGBW-Installation, benötigen Sie einen Controller mit mehrere Kanälen – für jede LED-Art mindestens einen: z.B. 4 bei RGBW für Rot, Grün, Blau und Weiß.

 

Ausgangsleistung des Controllers

Achten Sie auch darauf, dass der Controller die Leistung Ihrer LED-Installation verträgt. Für jeden Controller ist die maximal erlaubte Ausgangsstromstärke angegeben. Zum Beispiel als 4 Ampere oder 4 A. Die Stromstärke Ihrer LED-Installation können Sie sehr leicht berechnen.

Angenommen Sie haben 24V-LED-Streifen mit insgesamt 100 Watt verbaut, dann werden 4,2 Ampere Strom fließen. Sie benötigen also einen Controller mit einer höheren Ausgangsleistung. Häufig sind Controller mit 4 x 4A Ausgangsleistung. Diese können 24V-LED-Installationen bis 4 x 4A x 24V – 10% = 345 Watt betreiben. 10% Reserve sollten Sie bei allen Berechnung mit einplanen. Für viele Anwendungen sollten 345 Watt aber definitiv ausreichen. Bei Bedarf können Sie aber auch mehrere Controller einsetzen und mit ein und derselben Fernbedienung ansteuern. So lassen sich auch Lichtzonen aufbauen, die Sie individuell regeln können.

Ein einfaches Online-Tool zur Berechnung der notwendigen Stromstärke finden Sie hier.

 

LED Repeater

Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Repeater, die das Signal eines Controllers aufbereiten und damit weitere LED-Streifen versorgen können. Im Gegensatz zur Verwendung mehrere Controller, können Sie aber mit Repeatern keine neuen Lichtzonen aufbauen, sondern lediglich bestehende vergrößern.

4 Kommentare

Marko Penzel

over a year ago

Hallo Experten,
eine Frage zur empfohlenen Leistung von LED-Streifen bei indirekter Komplett-Beleuchtung eines Raumes: Als Faustformel habe ich gehört „Wattzahl einer normalen Glühbirnex10 entspricht Lumen-Wert einer LED-Lampe“.
Wenn Streifen von ca. 1000 Lumen/Meter empfohlen werden und ich ca. 15m Streifen verbauen will, hätte ich demnach die Leistung von 15 Glühbirnen a 100 Watt im Zimmer. Ist das nicht etwas zu viel, auch was den Stromverbrauch betrifft (14W/m x 15m)?
Mein Vorhaben: Ich kann keine Vouten an den Wänden montieren, sondern habe im Obergeschoss (zwischen Dachschrägen) neue Decken-Balken eingezogen. Die Decke (nur ca. 1,5m breit, wegen den Dachschrägen) befindet sich aber ca. 1m über den Balken. Der Abstand zwischen den Balken beträgt etwa 1m (6 Balken pro Zimmer). Auf der Oberseite der Balken möchte ich Streifen montieren (jeweils 2m lang), durch die dann die Decke und ein Teil der Dachschrägen bestrahlt wird.
MfG und Danke für Euren Rat

Dennis

over a year ago

Hallo Herr Penzel,
vielen Dank für Ihre Fragen. Faktor 10 bei der LED-Effizienz gegenüber Glühlampen ist etwas optimistisch gerechnet. Gehen wir von LED-Streifen mit sehr guter Farbqualität (CRI>90) und typischen 60 – 100W Glühlampen im Vergleich aus, würde ich eher Faktor 7 bis max. 8 ansetzen. Zudem muss beachtet werden, dass eine indirekte Beleuchtung immer etwas verlustbehaftet ist, da Zimmerdecke und -wände das Licht ja nie zu 100% zurück reflektieren. Nach Erfahrung muss man mit 20-30% Verlust rechnen.

Die Frage zur benötigten Helligkeit ist immer eine sehr knifflige, da absolut subjektiv. Was für den Einen als absolut hell gilt, mag für den anderen noch viel zu dunkel sein. Als Anbieter können wir da nur Empfehlungen aussprechen. Wir halten uns dabei an das, was die DIN empfiehlt (DIN 5035). Das sind i.d.R. 300Lux auf der Nutzebene (Höhe Tische usw.) Daraus ergeben sich dann schnell 1.000lm/m oder je nach Raumgröße auch mehr!

Die Lichtlevel über die wir hier sprechen, sind oft ein vielfaches(!) höher, als das, was viele Leute aktuell bei sich installiert haben (es sei denn ein Architekt mit Kenntnissen in Lichtplanung hat vorher mitgewirkt). Ich selbst habe z.B. in meine Küche im Frühjahr das Lichtlevel um min. Faktor 5 angehoben (von Glühlicht auf LED umgebaut). In den ersten Tagen empfand ich es noch als grell hell. Jetzt möchte ich es nicht mehr missen. Es bietet einfach viel mehr Komfort. Und bei Bedarf sind alle unsere LED-Komponenten ja auch dimbar. Das empfehlen wir auch bei jeder Installation.

Bei Ihrem Vorhaben können wir Sie sehr gern unterstützen. Das klingt alles absolut machbar! Wichtig: LED-Streifen niemals direkt auf Holz oder Deckenbalken kleben! Die Verbindung ist nicht dauerhaft und die LEDs haben keinerlei Möglichkeit, Ihre Verlustwärme abzugeben. Da der Abstand zwischen LEDs und Reflektionsfläche (Zimmerdecke) hier außergewöhnlich hoch ist, würde ich mit der LED-Leistung nicht zu sparsam sein. Bei Bedarf kann ich das ganze schnell einmal simulieren. Dazu bräuchte ich nur die genauen Maße des Raumes.

Mit freundlichen Grüßen,
Dennis Jackstien

Marko Penzel

over a year ago

Hallo Herr Jackstien,

Ihr Angebot nehme ich gerne an: Ein (exemplarischer) Raum im Obergeschoß hat die Grundfläche von 7m (Länge) x 6m (Breite). An den Längsseiten befinden sich jeweils die Drempelwände (Kniestock) mit einer Höhe von 0,6m. Daran schließen sich die 4,5m langen Dachschrägen an, die im 45 Grad-Winkel zum Fußboden verlaufen. Bei einer Raumhöhe von 3,4m stoßen sie an die Decke mit 1,2m Breite. Der Querschnitt des Raumes bildet somit ein gleichschenkliges Dreieck (mit 45 Grad-Winkel links/rechts und 90 Grad-Winkel oben), wobei alle drei Spitzen abgeschnitten sind (Drempelwand links/rechts, Decke oben). Auf 2,7m Höhe befinden sich zwischen den Dachschrägen 7 Balken mit einer sichtbaren Länge von 2,8m (also Abstand Decke – Oberkante Balken 0,7m). LED-Streifen auf den Balken würden somit die 1,2m breite Decke und den oberen Teil (die letzten 1,1m) der Dachschrägen beleuchten. Die Oberfläche wird mit sehr feinem, hellgrauen Putz gestaltet.

Im Sinne einer gleichmäßigen Ausleuchtung würde ich die komplette Länge der Balken nutzen und jeweils 2,5m lange Streifen auf allen 7 Balken (also 18m Streifen) verwenden wollen.
Die Installation von „1000lm/m- (bzw. 14,4W/m-) Streifen bereitet mir unter zwei Aspekten Bauchschmerzen:
1. Diese 260W-Installation liefert effektiv 13000lm (25% Verlust von 18000lm bei indirekter Beleuchtung). Bei der Umrechnung mit Faktor 7 (siehe oben) entspräche diese (effektive) Leistung der einer 1800W-Birne. Somit wird die Effizienz der LED-Lösung deutlich: Selbst bei indirekter Beleuchtung liefert die LED mit 15%-igen Stromverbrauch effektiv die gleiche Leistung wie die konventionelle Glühbirnen-Lösung (260W LED = 1800W Birne). ABER: Wer hat eine 1800W-Birne im Schlafzimmer? Würde ich die konventionelle Glühbirnen-Variante verwenden, erschienen mir 2x60W fast ausreichend. Plötzlich erscheint die sparsame LED-Lösung gar nicht mehr sparsam (260W-LED = 120W-Birne), da der geringere Stromverbrauch durch die enorme Menge an notwendigen LED-Leuchtmitteln überkompensiert wird.
2. Im Obergeschoss (gedämmte, bereits verkleidete Wände) sind die Möglichkeiten ein 260W-Netzteil zu verstecken, begrenzt. Gerade was die Wärmeentwicklung betrifft, hätte ich bei leistungsschwächeren Bauteile ein besseres Gefühl.

MfG und Danke im Voraus

Dennis

over a year ago

Hallo Herr Penzel,
das gibt doch eine sehr gute Orientierung und vereinfacht die Sache deutlich. Wenn wir 2 x 60W Glühlicht als ausreichende Basis annehmen, können wir die Lichtleistung der LED-Installation weiter reduzieren. Ein LED-Streifen mit 700lm/m würde absolut genügen (Streifen mit noch weniger lm/m haben wir auch gar nicht im Programm) und Sie kämen auf insgesamt 180W Leistungsaufnahme.
https://shop.led-studien.de/de/led-komponenten/led-streifen-weiss/led-streifen-2216-120leds-m-720lm-m-24v
Die Installation sollte mit einem Dimmer kombiniert werden, falls Ihnen die 180W LED weiter zu hell sind. So haben Sie aber immer auch die Option für mehr Licht.

Wenn Sie weiter reduzieren wollen, könnten Sie die Länge pro Balken auf 2m anstatt 2,5m reduzieren. Das ist in sofern sinnvoll, als dass die Standard Alu-Profile (wenn Sie diese einsetzen möchten) immer 2m lang sind. Die Installation kommt auf 140W und sie können ein kleineres Netzteil einsetzen.


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